Schulgründungsinitiative

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Eine Schulgründungsinitiative mit Schwerpunkt Waldorfpädagogik in Norddeutschland hat ihre Arbeit gerade begonnen, viel versprechende Versammlungen haben stattgefunden, und es wurde bereits ein Verein gegründet, der die weitere Entwicklung leiten soll. Der Initiative wird ein größeres Gelände mit diversen Gebäuden zu einem relativ günstigen, für die Initiative aber immer noch hohen Preis zum Kauf angeboten, und es wird nun überlegt, ob und wie auf dieses Angebot eingegangen werden kann.
Im Beratungsprozeß werden zunächst die inhaltlichen und sozialen Grundlagen der Waldorfpädagogik in einem Seminar bearbeitet. Dabei stellt sich heraus, dass nur wenige Beteiligte ein tiefer gehendes inhaltliches Interesse haben. In weiteren regelmäßigen Beratungen mit dem leitenden Pionier der Gruppe werden immer wieder Fragen des möglichen Wachstums der Initiative sowie der inhaltlichen und wirtschaftlichen Tragfähigkeit der vorhandenen Pioniergruppe erörtert.
Der Beratungsprozeß führt schließlich dazu, daß zähneknirschend auf den Kauf der Immobilie verzichtet wird zugunsten einer weiteren inhaltlichen Fundierung der eigenen Arbeit. Sehr schnell zeigt sich, dass die notwendige Basis dafür nicht vorhanden ist, und die Initiative stoppt ihre Arbeit.
Durch die Beratung wurde mehr Klarheit über die realen Bedingungen der eigenen Arbeit erreicht und die zu schwache Initiative konnte kontrolliert beendet werden. Die Alternative wäre ein tumultuarisches Einstürzen zu einem wenig späteren Zeitpunkt gewesen, verbunden mit menschlichen (und evtl. wirtschaftlichen) Katastrophen.

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