{"id":3145,"date":"2022-02-27T22:49:29","date_gmt":"2022-02-27T21:49:29","guid":{"rendered":"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/?p=3145"},"modified":"2022-03-05T11:31:34","modified_gmt":"2022-03-05T10:31:34","slug":"schicksal-und-freiheit-tore-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2022\/02\/schicksal-und-freiheit-tore-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Schicksal und Freiheit \u2013 Tore der Zukunft"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3145?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><span class=\"pdfprnt-button-title pdfprnt-button-print-title\">F\u00fcr l\u00e4ngere Texte empfehle ich vorherigen Ausdruck<\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Schicksal und Freiheit erscheinen uns zun\u00e4chst wie unvers\u00f6hnliche Gegens\u00e4tze \u2013 das Schicksal zwingt uns unerbittlich, und die Freiheit will allen Zwang unwirksam machen. Die Ereignisse der Zeit, in der wir leben, geben zu einer solchen Ansicht vielfach Anlass. Dass Schicksal und Freiheit nicht wirklich Gegens\u00e4tze sind, und dass beide uns vielmehr Eingangstore zu einer Zukunft werden k\u00f6nnen, in der die beiden Seiten des menschlichen Lebens, auf die diese Worte verweisen, sich erg\u00e4nzen und zu einer neuen Gegenwart des Menschen im Weltgeschehen f\u00fchren k\u00f6nnen, soll in den hier geschilderten Denkwegen aufgewiesen werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Daraus ergibt sich zugleich ein Hinweis auf die Rolle des Denkens im heutigen Menschen: f\u00fcr das Eindringen in geistige Zusammenh\u00e4nge ist zun\u00e4chst nichts als dieses Denken selber notwendig; \u201eGeistesschau\u201c im Sinne sogenannter \u201eHellsichtigkeit\u201c muss daf\u00fcr nicht in Anspruch genommen werden. Dieses Thema soll in sp\u00e4teren Beitr\u00e4gen weiter ausgearbeitet werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schicksal<\/h4>\n\n\n\n<p>Was wir im Laufe unseres Lebens in der Welt erleben, kann ganz unterschiedliche Formen annehmen, Formen, die uns gefallen oder missfallen, mit denen wir uns leichter oder schwerer verbinden k\u00f6nnen und die uns mehr oder weniger Freude oder Leid bereiten. Damit ist aber nur eine Art \u201eAu\u00dfenseite\u201c der erlebten Tatsachen und Verh\u00e4ltnisse angedeutet. Was unsere Erlebnisse viel fundamentaler in zwei grunds\u00e4tzlich verschiedene Arten gliedert, ist der jeweilige Quell ihres Auftretens.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schicksal begegnen k\u00f6nnen uns Gegenst\u00e4nde und Verh\u00e4ltnisse der Au\u00dfenwelt ebenso wie solche, die unserer eigenen seelisch-geistigen Innenwelt entstammen. S\u00fcchte, Sehnsuchten, Strebensrichtungen, Erkenntnisweisen, Gewohnheiten und vieles mehr liegen in uns genauso als Gegebenheiten vor wie die Verf\u00fchrungen und Notwendigkeiten der uns umgebenden Welt. All dies, was uns im Erleben auf bestimmte Wege lenkt, macht unser Geschick aus, im Wortsinne also das, was f\u00fcr uns passend und geeignet scheint und als solches uns \u201egeschickt\u201c wird, oder \u2013 anders gesagt \u2013 was \u201eGott\u201c oder \u201edie Vorsehung\u201c<a href=\"#sdfootnote1sym\" id=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> uns als zu Erlebendes auferlegt. Wir umfassen es mit dem Worte \u201eSchicksal\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer Auffassung, die nur dasjenige, was uns in der \u00e4u\u00dferen, durch unsere Sinne erlebten Welt begegnet, als \u201eSchicksal\u201c ansehen m\u00f6chte, sei entgegengehalten, dass zun\u00e4chst unsere inneren, geistig-seelischen Lebensverh\u00e4ltnisse ebenso unausweichlich vorbestimmt sind wie diejenigen der Au\u00dfenwelt; erst mit zunehmender Bewusstwerdung lernen wir nach und nach, die gegebenen Verh\u00e4ltnisse umzugestalten, innen wie au\u00dfen. Es bleibt aber allzeit gen\u00fcgend Unbearbeitetes auf allen Lebensgebieten \u00fcbrig, um das \u201eSchicksal\u201c als eine gleicherma\u00dfen innerlich wie \u00e4u\u00dferlich auftretende, das ganze Leben hindurch vorhandene Tatsache anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201eSchicksal\u201c kann also die Gesamtmasse all desjenigen angesehen werden, was uns im Gang des Lebens im Gegebenen vorgesetzt ist und uns bestimmt. Umfang und Charakter dieses Gegebenen k\u00f6nnen sich im Laufe unseres Lebens \u2013 auch durch unsere eigenen Aktivit\u00e4ten \u2013 fortlaufend ver\u00e4ndern. Dennoch bleibt immer ein Anteil an Lebenseinfl\u00fcssen, die wir nicht oder kaum vorhersehen und kontrollieren k\u00f6nnen. Das \u201eSchicksal\u201c tritt uns gleichsam in unausweichlicher Notwendigkeit entgegen; sein Quell scheint uns unzug\u00e4nglich und kaum beeinflussbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Freiheit<\/h4>\n\n\n\n<p>Ganz anders dagegen tritt dasjenige auf, was wir als unsere eigenen Taten der schicksalsbestimmten Innen- und Au\u00dfenwelt entgegentragen. Auch wenn wir in vielen F\u00e4llen nicht genau sagen k\u00f6nnen, wie und warum wir gerade so und nicht anders handeln, so ist doch immer eines klar: es sind unsere eigenen Taten, wir stecken darin, sie gehen von uns selber aus, und wir selber sind Quell des Geschehens. Ohne uns selber \u2013 das ist unmittelbar einsichtig \u2013 f\u00e4nden diese Taten nicht gleicherma\u00dfen statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern kn\u00fcpft sich heutzutage immer der Gedanke der Freiheit an alle Taten, die wir zu vollbringen trachten. Wohl sind wir uns in der Regel dar\u00fcber im Klaren, dass unbemerkt Einfl\u00fcsse aus anderen Quellen als uns selber uns zu dieser oder jener Tat veranlassen k\u00f6nnen; unbezweifelt bleibt dabei jedoch (wenn wir einmal von direkt krankhaften Situationen absehen), dass wir selber der T\u00e4ter und damit f\u00fcr das Geschehen verantwortlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur \u2013 wer ist das eigentlich genau: ich selber? Diese Frage \u2013 einmal aufgetaucht \u2013 kann sich schnell zu einer der best\u00fcrzendsten Verunsicherungen ausweiten, die wir je erlebt haben. Nat\u00fcrlich, jeder von uns wei\u00df dies oder jenes aus Erfahrung \u00fcber sich selber zu sagen. Auch diverse Theorien \u00fcber das Wesen des Menschen k\u00f6nnen zun\u00e4chst den Anschein erwecken, die Frage nach uns selbst neutralisieren zu k\u00f6nnen. Es liegt aber im Wesen von Theorien als in sich gedanklich feststehender Erkl\u00e4rungssysteme, dass sie jederzeit vom konkreten Leben in Frage gestellt werden k\u00f6nnen (und werden!). Das weist uns darauf hin, dass die Frage nach uns selber eine ist, f\u00fcr deren Beantwortung niemals Sicherheit zu erlangen ist. Eben dies ist uns Garant der Freiheit; w\u00e4ren wir etwas Definierbares, Feststehendes, so w\u00e4ren wir nur eine Variation des Notwendigen. F\u00fcr Freiheit bliebe da kein Raum. Wir w\u00fcrden dann zu einem Gegenstand, der uns wie die innere und \u00e4u\u00dfere <em>Welt<\/em> im Sinne des Schicksales gegeben w\u00e4re, und an dem wir nichts ver\u00e4ndern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es stimmt ja, dass der Quell unseres Schicksales uns selbst erschaffen hat, wir uns sozusagen selber ein \u201eGegebenes\u201c sind. Dieser Quell hat aber auch die Tatsache \u00fcber uns verh\u00e4ngt, dass wir mit unserem Ich zugleich den Urgrund des Freiheitsgedankens in uns tragen. Dadurch, dass wir den wahren Quell unserer selbst ebensowenig erlebend kennen wie den Quell unseres Schicksales (den man in der Regel \u201eGott\u201c oder \u00e4hnlich zu nennen pflegt), herrscht in der Frage der Selbsterkenntnis dieselbe Unsicherheit wie gegen\u00fcber der erlebten Innen- und Au\u00dfenwelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gibt einen Unterschied: die <em>Welt<\/em> begegnet mir gleichsam \u201egottgegeben\u201d, ohne dass ich unmittelbar etwas daran tun kann. Meine eigenen Taten sind aber ohne mich selber gar nicht denkbar. Darin liegt meine Freiheitsm\u00f6glichkeit: ich stecke in jeder meiner Taten zumindest <em>mit<\/em>-bestimmend darinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFreiheit\u201c ist also etwas, was mir nicht gegeben ist in derselben Weise wie die mich umgebende Welt, oder meine Talente, mein Leib, meine W\u00fcnsche und Ziele. Freiheit entsteht immer erst im Rahmen meiner Mitwirkung am Geschehen, nach Ma\u00dfgabe meines Bewusstseins \u00fcber die Quellen und Motive meines Handelns.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ich und Person<\/h4>\n\n\n\n<p>So sind in jedem von uns zwei Seiten des Lebens ineinander geflochten: die schicksalhaften, gleichsam aus unentrinnbarer, meist unerkannter Notwendigkeit hervorgehenden Gegebenheiten einerseits, und die aus der Erkenntnisunsicherheit heraus von uns selber bestimmten, auf Freiheit orientierten eigenen Taten. Beide Seiten haben Anteil an dem, was wir sind und was wir werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ja unbezweifelbar: was ich heute tue, ist morgen bereits Bestandteil des allgemeinen Geschehens geworden, das durch seine Folgen gewisserma\u00dfen unerbittlich nunmehr seine Anerkennung als Bestandteil der im Schicksal fortwirkenden Kraft fordert. Was getan ist, ist geschehen. Die Vergangenheit k\u00f6nnen wir nicht \u00e4ndern, und war die Tat zum Zeitpunkt ihrer Ausf\u00fchrung noch so frei. Nun zwingt sie durch ihre Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>So entsteht nach und nach ein Teil der mir zu Anfang noch g\u00e4nzlich fremd gegen\u00fcber stehenden Schicksalswelt, mit dem ich fest verbunden bin, da ich mitgestaltend daran beteiligt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles, was an Bildungseinfl\u00fcssen auf mich eingedrungen ist in der Form, dass es mein Mittun forderte \u2013 egal, ob ich es im Augenblick des Geschehens verstanden habe oder nicht \u2013 wird dadurch zu einem Teil meines Tuns in der Zukunft. <em>Wie<\/em> ich gehandelt habe in der Vergangenheit, pr\u00e4gt wie durch einen \u00dcbungseffekt die Art meines Handelns heute und in Zukunft mit. Diesen Teil unseres Lebens in der Welt k\u00f6nnen wir auch unsere <em>Person<\/em> nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo ist der Unterschied zwischen mir und meiner Person<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>? Das Wort sagt es bereits: das lateinische <em>per-sonare<\/em> bedeutet soviel wie \u201ehindurchklingen\u201c. Durch all meine Taten klingt also immer auch dasjenige mit, was mich aus Schicksalseinfl\u00fcssen und eigenen (mehr oder weniger freien) Taten bis hierher gestaltet hat. Ich handele insofern <em>durch<\/em> meine Person; sie ist mein Werkzeug, durch das ich meine Willensimpulse im Tun mit der Schicksalswelt verbinden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Person selbst kann insofern niemals frei sein. Sie ist bestimmt von den Einfl\u00fcssen des Schicksals und von mir. Die Frage der Freiheit stellt sich daher nur f\u00fcr das menschliche Ich selber: wieviel Bewusstsein kann es im Augenblicke der Tat, das hei\u00dft also seines Wirkens durch die Person, von den Quellen und Motiven haben, aus denen dieses Tun hervorgeht? Wieweit l\u00e4sst andererseits das Ich die Person gleichsam automatisch aus ihren gewordenen Bedingungen heraus wirken? Man sollte sich da nichts vorl\u00fcgen: die Entscheidung, nicht selbst aus der Freiheit-tragendenden Unsicherheit heraus seine Person zu steuern, <em>ist selber auch eine Tat<\/em>, und wer so handelt, bleibt f\u00fcr sein Tun \u2013 hier in Form des Nicht-selber-tun-Wollens \u2013 verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u2013 ideal gedacht \u2013 freier Mensch h\u00e4tte daher seine eigene Person im Sinne einer Selbsterziehung so gestaltet (und w\u00fcrde sie weiter so gestalten), dass bei jedem Geschehen bewusst entschieden w\u00fcrde, wo der Person \u2013 oder im weiteren Sinne dem Weltgeschehen \u2013 ein Weiterlaufen aus dem schon Erworbenen heraus \u201eerlaubt\u201c w\u00fcrde, und wo der freie Mensch selber die Z\u00fcgel in die Hand nimmt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ich und Welt<\/h4>\n\n\n\n<p>Was hier als Person beschrieben wurde, ist also gleichsam ein besonderer Weltgegenstand, der nicht rein aus der \u201eg\u00f6ttlichen Vorsehung\u201c, also unabh\u00e4ngig von meinem bewussten Einfluss entstanden ist, sondern mein Mitgestalten einbezieht. Nichtsdestoweniger ist diese Person zu jedem Zeitpunkt Bestandteil des Gewordenen, also aktuell desjenigen, was in einem bestimmten Zeitpunkt mein Schicksal ausmacht. Zu einem Teil habe ich da mein Schicksal mitgestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist aber nur derjenige Teil der Welt, an dem ich meine Mitwirkung und ihre Ergebnisse im Prinzip selber beobachten und ber\u00fccksichtigen kann. Ein anderer Teil meines Tuns pr\u00e4gt sich ja nicht in Ver\u00e4nderungen meiner eigenen Lebenskonfiguration aus, sondern in Ergebnissen und Taten, die sich mehr oder weniger von mir und meinem Leben abl\u00f6sen und gleichsam \u201eihre eigenen Wege\u201c im Weltgeschehen gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft genug kann es vorkommen, dass mir sp\u00e4ter im Leben Folgen meiner eigenen Taten begegnen, die ich als solche gar nicht sofort erkenne und die daher zun\u00e4chst ungeschm\u00e4lert den Eindruck als \u201evom Schicksal \u00fcber mich verh\u00e4ngt\u201c auf mich machen. Erst wenn ich ihnen erkennend nachgehe, kann ich in ihnen freilegen, wie und wodurch ich sozusagen selber einen \u201eSchicksalszwang\u201c \u00fcber mich selber ausge\u00fcbt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie aber ist es dann mit allen anderen Ereignissen, die mir im Schicksal als Weltvorgang begegnen, und deren Quell ich erst einmal gar nicht kenne? Leben darin \u2013 neben den urspr\u00fcnglichen, anf\u00e4nglichen \u201eSch\u00f6pfer-Taten Gottes\u201c \u2013 nicht auch die Folgen der Taten unendlich vieler anderer Menschen, die in all den \u00c4onen vor mir und auch heute, gleichzeitig mit mir gelebt haben und leben? Bin ich dadurch nicht unausweichlich verbunden mit allen anderen Menschen, die je auf der Erde gelebt haben und noch heute leben? Ist nicht \u2013 so angeschaut \u2013 jede meiner Taten auch mehr oder weniger schicksalsbildend f\u00fcr alle anderen Menschen?<\/p>\n\n\n\n<p>Und ist nicht diese Welt, die ich erlebe, meine ganz individuelle, nur mir zu eigen und sonst niemandem? Geht es nicht jedem anderen Menschen im Grunde genauso wie mir? Dennoch: in den vielen unterschiedlichen, individuell erlebten Welten steckt <em>eine gemeinsame Welt<\/em>, in der, was der eine tut, auf den anderen wirkt und umgekehrt. Nur ist diese eine \u2013 ich nenne sie \u201ewahre\u201c \u2013 Welt eine solche, die niemals ein einzelner lebender Mensch in ihrer G\u00e4nze erleben k\u00f6nnte \u2013 es sei denn, er w\u00e4re Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Wollen wir als Menschen nun dieser \u201ewahren Welt\u201c n\u00e4herkommen, so bleibt nur ein Weg: und selber, unsere \u201ePerson\u201c immer mehr demjenigen \u00e4hnlich zu machen, was wir uns als den allwissenden, allm\u00e4chtigen und allweisen Gott zu denken imstande sind. Nicht, um uns selber \u00fcber diese \u201eWahre Welt\u201c zum Herrscher zu erheben, um sie unseren eigenen W\u00fcnschen also dienstbar zu machen. Das tun heutzutage viel zu viele Menschen, und es ist ein furchtbarer Quell von Leid und Unfreiheit. Wer sein Schicksal, in dem doch alle anderen Menschen auch vorkommen, nur den im eigenen Inneren als Gegebenes aufsteigenden, gewordenen Tendenzen \u00fcberlassen will, l\u00f6scht sich selber aus dem Weltgeschehen aus. Das l\u00e4uft dann nur noch automatisch weiter, jedenfalls von mir und meiner freien Tat unbeeinflusst, das schon Geschehene fortsetzend in eine berechenbare Zukunft, in der das Ich des Menschen, das doch sein eigentlich Lebendiges und sich Entwickelndes ist, keine Rolle mehr spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr Menschen so handeln, desto mehr wird allerdings die Welt auch bald keine Welt im bisherigen Sinne mehr sein, nur noch ein tot sich immer reproduzierender Mechanismus. Der Quell des Lebens, der heute dem Menschen in seinem Ich als Urgrund freier Taten \u00fcbereignet ist, wird dann erl\u00f6schen. Wo es kein erlebendes Ich gibt, gibt es auch keinen zu erlebenden Schicksalsinhalt. Das alles ist dann durch ein feststehendendes, sich selber immer gleich wiederholendes Maschinenwesen ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen daran sehen: Ich und Welt, Freiheit und Schicksal k\u00f6nnen ohne einander nicht existieren. Das eine bedingt das andere, Freiheit braucht eherne Notwendigkeit f\u00fcr ihre Entfaltung und umgekehrt. Wie aber k\u00f6nnen so grunds\u00e4tzliche Gegens\u00e4tze miteinander existieren, die doch eigentlich unvers\u00f6hnlich sind und gar nicht anders k\u00f6nnen, als einander ausl\u00f6schen zu wollen?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Liebe<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Vorstellungen, die wir uns im Verlaufe unseres Lebens als Zeitgenossen erworben haben, machen uns oftmals das Begreifen schwer. Wer nur fertige Begriffe sucht, die er auf das Weltgeschehen anwenden kann, macht sich zum Sklaven des Gewordenen. Wer ist es denn, um dessen Freiheit es geht?<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es die Gesamtheit meiner W\u00fcnsche und Vorlieben, die hier unbegrenzte Erf\u00fcllung sucht? Oder ist es ein Moralgesetz, im Innern auffindbar, das von mir Folgsamkeit verlangt, damit es frei wirken k\u00f6nne? In allen solchen Gedankeng\u00e4ngen lebt nur ein Missverst\u00e4ndnis dessen, was Freiheit sein kann. Freiheit braucht immer ein erlebendes Subjekt, dem sie zugeeignet werden kann. Weder meine W\u00fcnsche und Neigungen, noch ein Moralgesetz sind solche Subjekte: das kann <em>nur<\/em> das menschliche Ich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erlebende Subjekt lebt aus der Existenz des erlebten Objekts, wie wir gesehen haben. Eines ist nicht ohne das andere. Das sich t\u00e4tig <em>erlebende<\/em> Subjekt aber kennt sich selbst nicht \u2013 dann w\u00e4re es ja ein gegebenes, <em>erlebtes<\/em> Objekt. Es ist daher immer nur auf sich selber angewiesen, und gerade dadurch, in gr\u00f6\u00dfter Unsicherheit \u2013 frei. Wie aber kann es selbst sich dann jemals in der Anschauung zu Bewusstsein kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg dazu wurde auf einem begrenzten Feld schon aufgewiesen, in dem Prozess der Selbsterziehung im Gestalten der eigenen Person. Indem das freie Ich die eigene Person umgestaltet und so immer mehr zu einem Eigengesch\u00f6pf macht, wird diese Person immer geeigneter, in ihrem Erleben und Handeln sich von den Einfl\u00fcssen der Vergangenheit zu befreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kann es f\u00fcr eine solche \u201eHandhabung\u201c der eigenen Person verschiedene Beweggr\u00fcnde geben. Es kann dies n\u00e4mlich <em>entweder<\/em> erfolgen, um sich selber vom dr\u00fcckenden Erlebnis der Unfreiheit zu l\u00f6sen, dem eigenen Drang zur Unbegrenztheit folgend, <em>oder<\/em> das Freiheitsstreben wird der Person zu eigen gemacht, um <em>aller<\/em> Unfreiheit und <em>allem<\/em> unbewussten, blinden Folgen den Einfl\u00fcssen des Schicksals gegen\u00fcber das Ich und sein Streben nach Freiheit einzuverleiben. Die Freiheit des Ich wird dann eingesetzt, um allen anderen Tendenzen der Welt \u2013 die ja, wie schon angedeutet, aus dem gleichsam \u201eg\u00f6ttlichen\u201c Schaffen ebenso wie aus den Taten aller Menschen als eine Notwendigkeit f\u00fcr den Menschen hervorgehen \u2013, um diesen Tendenzen der Welt immer mehr die Freiheit einzupflanzen, ja, zu schenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schicksal schenkte mir das Streben nach Freiheit und die grunds\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit zu ihrer Verwirklichung. Schenke ich sie aus freien St\u00fccken weiter, in meinen Weltentaten, so wirke ich mit an der Befreiung der Welt und aller anderen Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigene Freiheit zu verschenken, sich selber aus freien St\u00fccken zum Helfer des Anderen auf seinem Wege zu sich selbst zu machen, ihm daf\u00fcr zu dienen, das wird gew\u00f6hnlich mit dem Wort <em>Liebe<\/em> gefasst. Liebe und Freiheit k\u00f6nnen also gar nicht ohne einander auftreten; wirkliches Lieben um des Geliebten willen kann nur aus Freiheit hervorgehen, sonst w\u00e4re es nicht mehr als ein \u201eHaben-Wollen\u201c. Wirkliches Lieben <em>schafft<\/em> daher Freiheit \u2013 beim Geliebten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist darum bezeichnend, was eine sprachgeschichtliche Betrachtung des Wortes \u201efrei\u201c ergibt. Es leitet sich ab von der (rekonstruierten) indogermanischen Stammsilbe <em>*prijo-<\/em> , die \u201elieb\u201c bedeutete. Das daraus gebildete gotische Wort <em>frij<\/em><em>\u014d<\/em><em>n <\/em>hie\u00df \u201elieben\u201c, woraus sich das heute in seiner Bedeutung ja eingeschr\u00e4nkte Wort \u201efreien\u201c ableitet. Im Angels\u00e4chsischen wurde daraus <em>fr<\/em><em>\u0113<\/em><em>od <\/em>f\u00fcr \u201eGunst\u201c, das schon im Klang \u00c4hnlichkeit zum daraus gebildeten \u201eFriede\u201c zeigt. Freiheit, Liebe und Frieden sind also W\u00f6rter, die einer gemeinsamen sprachlichen Wurzel entstammen.<a href=\"#sdfootnote3sym\" id=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLiebe\u201c und \u201eFreiheit\u201c waren also vor Urzeiten f\u00fcr die Menschen offenbar eines. Erst die neuere Zeit hat sie getrennt. Nun liegt es an uns, sie wieder zu einander zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Schicksal frei gestalten<\/h4>\n\n\n\n<p>Worte ver\u00e4ndern in der Regel ihre Bedeutung, indem sie Ver\u00e4nderungen im Bewusstsein der Menschen spiegeln. Wie l\u00e4sst sich dies f\u00fcr die Auseinanderentwicklung der Bedeutungen von \u201eLiebe\u201c und \u201eFreiheit\u201c beschreiben? Warum stehen diese Worte heute f\u00fcr so verschiedene, ja gegens\u00e4tzlich erscheinende Verh\u00e4ltnisse? Wie anders war das Erleben der Menschen in den alten Zeiten gegen\u00fcber der heutigen Zeit? Waren sie dem Geist der Freiheit und der Liebe n\u00e4her als wir?<\/p>\n\n\n\n<p>Vorstellbar w\u00e4re das. Vor Urzeiten erlebte der Mensch seine Umgebung noch als belebt von allerlei Wesen, sah sich eins mit ihnen und seiner Welt. Wir heutige betrachten uns ja in der Regel als v\u00f6llig von den Anderen getrennte Wesen, jeder in seinen Leib eingeschlossen und von demjenigen abh\u00e4ngig, was diesen Leib betrifft; den Menschen als geistiges Wesen, unabh\u00e4ngig vom Leib, erleben wir nicht mehr unmittelbar, schon gar nicht eine wesenhafte Belebung unserer Umwelt. Mancher h\u00e4lt solche Vorstellungen auch f\u00fcr Einbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch die Griechen sprachen allerdings von Gedanken als gegebenen (geistigen!) Realit\u00e4ten, die sie wahrnahmen, und die darum \u00fcberindividuell wahr sein konnten. F\u00fcr uns Heutige ist das ungew\u00f6hnlich zu denken. Und doch: wie oben gezeigt wurde, f\u00fchrt folgerichtiges Denken zu der Einsicht, dass der Einzelne ohne liebendes Eingehen auf sein in der Welt sich aussprechendes Schicksal nicht zu wirklicher Freiheit, also zum Darleben seiner selbst kommen kann. Sein eigenes geistiges Wesen lebt sich also gewisserma\u00dfen mindestens zum Teil in der Au\u00dfenwelt dar, genauer gesagt, in seinem Schicksal.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Urzeiten, als die Sprache entstand, war wohl der Zusammenhang des Ganzen, von dem jeder Mensch nur ein Glied ist, und in dem der Eine nur leben kann durch den Anderen, den Menschen noch etwas Selbstverst\u00e4ndliches. Aber das ergab sich auch so aus den Lebensbedingungen der Gemeinschaft, in der die Menschen lebten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Einzelnen, der sich als Glied der Gemeinschaft sah, entwickelte sich der individuelle Mensch in den Grenzen seinen pers\u00f6nlichen Leibes. War die Liebe bis ins Mittelalter noch die Freude an der Existenz des Anderen, so wird sie heute vor allem als Erf\u00fcllung eines (auch leiblichen) eigenen Begehrens aufgefasst. Der auf seinen Leib begrenzte Mensch tendiert zum Egoismus, wenn er zur Freiheit strebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser heutiger, <em>eigentlich<\/em> zeitgem\u00e4\u00dfer Weg zum Umgang mit der Welt, unserem Schicksal und dem Streben nach Freiheit fordert daher eine neue Grundlage. Notwendig ist daf\u00fcr die Abkehr von geglaubten Inhalten, Moralideen und Theorien, und stattdessen das Ausgehen von demjenigen, was unser unmittelbares Erleben gibt: dem einzelnen Menschen, seinem Schicksal gegen\u00fcberstehend, g\u00e4nzlich auf sein eigenes Denken und Handeln angewiesen. Will er zur Freiheit fortschreiten, so muss er sich aus sich selbst der Welt in Liebe handelnd hingeben, der Welt, durch die sein Schicksal spricht, und diese nach und nach in sein freies Handeln einbeziehen. Dadurch verbindet er seine Sehnsucht nach Freiheit und all das, was er durch die Verfolgung dieser Sehnsucht errungen hat, mit der Welt, und macht so sich selber \u2013 und die angestrebte Freiheit \u2013 zum Bestandteil des Welten-Schicksales (und damit auch seines eigenen). Dann erst wird ihm sein Schicksal auch so <em>erscheinen <\/em>k\u00f6nnen, dass es die Freiheit f\u00f6rdert und nicht einschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Liegt da nicht ein Gedanke nahe? Wenn ich selber ganz grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit habe, mich von allen Zw\u00e4ngen des Gewordenen zu l\u00f6sen: ist das nicht der Beweis, dass ich unabh\u00e4ngig davon ein eigenes, geistiges Sein habe? Ist es dann nicht unabweisbar, von einem <em>ewigen<\/em> Kern meiner selbst zu sprechen, der vor dem Auftreten meiner gegenw\u00e4rtigen irdischen Person schon da war und nach ihrem Ableben weiterbestehen wird? Bin ich selber in anderen Personen zu anderen Zeiten schon auf der Erde gewesen und werde es wieder sein? Dann w\u00e4re ich einer von den unz\u00e4hligen Menschen, die vor meinem derzeitigen irdischen Dasein schon gelebt h\u00e4tten, und meine damaligen Taten w\u00e4ren dem Weltgeschehen einverleibt. Was mir also als pers\u00f6nliches Schicksal begegnet: habe ich selber daran mitgewirkt, bin in manchen F\u00e4llen vielleicht selber der Ausgangspunkt von Ereignissen, die mich jetzt pr\u00e4gen?<\/p>\n\n\n\n<p>Dann w\u00fcrde all das, was ich nun tue, Folgen tragen in der Zukunft, f\u00fcr alle Menschen und dann nat\u00fcrlich auch f\u00fcr mich in zuk\u00fcnftigen Leben. Mein mangelndes Freiheitsstreben, meine fehlende Liebe im Umgang mit der Welt, mit meinem Schicksal h\u00e4tte Folgen, f\u00fcr mich, f\u00fcr die Anderen, denen ich begegne, f\u00fcr die Menschenwelt als Ganzes. Streben ich nur nach <em>pers\u00f6nlicher<\/em> Freiheit, dann \u00fcberlasse ich die Welt dem ewig gleichen Maschinenwesen; dies wird dann in der Welt \u2013 und damit <em>auch<\/em> in meinem zuk\u00fcnftigen Erdenschicksal \u2013 immer st\u00e4rker pr\u00e4gend werden und immer gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen von den Menschen fordern, die sich zur Freiheit und Liebe entwickeln wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liebe zur Freiheit des Einzelnen ohne die Liebe zur Freiheit <em>aller<\/em> Wesen in der Welt zerst\u00f6rt sich selbst. Der Mensch kann sich nur selber frei entwickeln, wenn er sein Schaffen zugleich der Entwicklung der Welt und aller Anderen zur Verf\u00fcgung stellt. Dann erst wird er zum freien Mitgestalter seines Schicksales, im Verbund mit dem Schicksal der Welt und der Menschheit. Dann erst wird es ihm auch immer mehr m\u00f6glich werden, im Fortgang durch die Erdenleben, in seinem Schicksal die Wirkung der eigenen, fr\u00fcheren Taten zu entdecken, ihr Verh\u00e4ltnis zum Ganzen der Menschheit und zu den einzelnen Menschen zu bestimmen, die ihm begegnen. Seine eigene Entwicklung und diejenige der Welt, in der er lebt, werden zunehmend zu Einem.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Urzeiten empfand der Mensch sich wie von Gott schicksalhaft zum Aufgehen in der Gemeinschaft bestimmt; nunmehr kann er sich frei zum Mitgestalter des Schicksals aufschwingen, dem Ersterben der Welt im Immer-Gleichen neues Leben einhauchen und in der Liebe zum Leben der Welt seine eigene Freiheit finden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 Stefan Carl em Huisken 2021<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\" id=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>Meinetwillen kann man diese Macht auch \u201eZufall\u201c nennen, wenngleich diese Benennung irref\u00fchrend ist. Lebenspr\u00e4gend bleibt sie allemal.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" id=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Rudolf Steiner spricht hier vom \u201eniederen\u201c und \u201eh\u00f6heren\u201c Ich. Das \u201eniedere\u201c Ich nenne ich Person.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote3sym\" href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a>Dass wir heute ein zun\u00e4chst einseitigeres Verst\u00e4ndnis von Freiheit haben, und an die Stelle des Wortes \u201efreien\u201c das \u201elieben\u201c getreten ist, hat mit der Bewusstseinsentwicklung der Menschheit zu tun. Darauf sei hier nur hingewiesen; die damit verbundenen Einzelheiten sprengen hier aber den Rahmen der Darstellung und m\u00fcssen daher auf eine zuk\u00fcnftige Beschreibung warten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Denkerische Grundlagen f\u00fcr meine Darstellungen zur Situation der Gegenwart habe ich ver\u00f6ffentlicht in meinem Buch <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2021\/05\/wahnsinn-und-denken-der-kampf-geht-weiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eWahnsinn und Denken. Der Kampf um den Menschen\u201c,<\/a> das Sie <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/produkt\/wahnsinn-und-denken-der-kampf-um-den-menschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> oder im Buchhandel bestellen k\u00f6nnen. Auch der oben angesprochene Weg der Selbsterziehung zur wahrer Erkenntnis wird darin angesprochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schicksal und Freiheit erscheinen uns zun\u00e4chst wie unvers\u00f6hnliche Gegens\u00e4tze \u2013 das Schicksal zwingt uns unerbittlich, und die Freiheit will allen Zwang unwirksam machen. Dass Schicksal und Freiheit nicht wirklich Gegens\u00e4tze sind, und dass beide uns vielmehr Eingangstore zu einer Zukunft werden k\u00f6nnen, in der die beiden Seiten des menschlichen Lebens, auf die diese Worte verweisen, sich erg\u00e4nzen und zu einer neuen Gegenwart des Menschen im Weltgeschehen f\u00fchren k\u00f6nnen, soll in den hier geschilderten Denkwegen aufgewiesen werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[267],"tags":[180,207,358,287,436,270],"class_list":["post-3145","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geisteswissenschaft","tag-freiheit","tag-geisteswissenschaft","tag-liebe","tag-mensch","tag-schicksal","tag-zukunft"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Schicksal und Freiheit 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