{"id":2589,"date":"2021-03-06T23:38:28","date_gmt":"2021-03-06T22:38:28","guid":{"rendered":"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/?p=2589"},"modified":"2021-05-26T21:28:06","modified_gmt":"2021-05-26T20:28:06","slug":"aetherischer-christus-und-erkenntnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2021\/03\/aetherischer-christus-und-erkenntnis\/","title":{"rendered":"Das Erscheinen des Christus im \u00c4therischen und die Erkenntnisaufgabe des Menschen durch Anthroposophie"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2589?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><span class=\"pdfprnt-button-title pdfprnt-button-print-title\">F\u00fcr l\u00e4ngere Texte empfehle ich vorherigen Ausdruck<\/span><\/a><\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbemerkung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal mehr scheint es erforderlich, auf den besonderen Charakter von Texten aufmerksam zu machen, die nicht einfach \u00e4u\u00dfere Tatsachen nachbildend beschreiben wollen, sondern demgegen\u00fcber die (auch die \u00e4u\u00dferen Tatsachen) umfassende Wirksamkeit des lebendigen Geistes im Menschen zur Geltung bringen wollen, indem sie auf das in sich selbst schaffende Denken als grundlegende Tatsache jeder wahrhaften Erkenntnis hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Texte sollen also <em>Hinweise<\/em> sein auf dasjenige, was erkannt werden soll. Die Erkenntnis bleibt dadurch frei und in die Verantwortung des einzelnen Lesers gelegt. Nicht anders darf heutzutage der Versuch gemacht werden, <em>Wahrheit<\/em> zur Geltung zu bringen. Priester und Gl\u00e4ubige, also steuernde, auch manipulierende \u2013 weil wissende \u2013 Eliten und von ihnen abh\u00e4ngige \u201eGemeinden\u201c gibt es heutzutage genug, in sogenannter \u201eWissenschaft\u201c ebenso wie in Parteien, Konfessionen, Ideologien \u00fcberall auf der Welt. Weitere davon sind ebenso unn\u00f6tig, wie die \u00dcberwindung der bestehenden not-wendig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anthroposophie, anthroposophische Geisteswissenschaft geht vom Menschen aus \u2013 von jedem Einzelnen also, der sie will \u2013 und braucht deswegen keine \u201eesoterischen Eliten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ein solcher Hinweis auf erkennbare Wahrheit ist auch dieser Text intendiert. Er ist vorl\u00e4ufiger Abschluss und auch Zusammenfassung einer Reihe von Artikeln, auf die im Folgenden wo erforderlich hingewiesen wird. Ihre Kenntnis ist daher in gewisser Weise vorausgesetzt; sie sind alle \u00fcber meine Website <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/uebersicht-beitraege-geisteswissenschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.emhuisken.de\/uebersicht-beitraege-geisteswissenschaft\/<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ausgangspunkt Mensch<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgangspunkt anthroposophischer Geisteswissenschaft ist der Mensch, wie er als irdisches Wesen sich selbst erkennen kann. Dieser Mensch ist zun\u00e4chst im heutigen allt\u00e4glichen Leben vereinzelt, von allen anderen getrennt, denn er ist umgeben von einer nur ihm erscheinenden Welt (\u201eniemand kann durch die Augen eines Anderen sehen\u201c), mit der er in einer nur f\u00fcr ihn individuell m\u00f6glichen Weise umgeht. Niemand anders kann dies genauso wie dieser eine Mensch, denn nur dieser eine Mensch hat dabei seinen eigenen individuellen Entwicklungsgang zugrunde liegen, in diesen oder jenen Erlebnissen, Erkenntnissen und Strebensrichtungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau in dieser Tatsache, die ja jeder einigerma\u00dfen denkwillige Mensch leicht einsehen kann, und die die Menschen in maximal m\u00f6glicher Art von einander trennt, besteht aber auch ihre gr\u00f6\u00dfte Einigkeit: ausnahmslos jeder Mensch ist als irdisches Wesen in genau dieser Situation. Sieht man diese Gemeinsamkeit und Gleichheit aller Menschen ein, dass n\u00e4mlich jeder Mensch in seiner Weltsicht \u2013 seiner \u201eWelt-Anschauung\u201c \u2013 etwas hat, was nur f\u00fcr ihn gilt, und das universelle, alle Menschen umfassende Element daher zun\u00e4chst nicht in der Welt, auch nicht in der Welt der Vorstellungen und Theorien \u00fcber den Menschen, seine Seele, seinen Geist zu finden ist, sondern als lebendige, in jedem Augenblick sich erneuernde <em>Tatsache<\/em> seines individuellen Umganges mit seiner Welt-Anschauung im sich selbst beobachtenden Denken, \u2013 sieht man dies als ausnahmslos allen Menschen eigene <em>Wahrheit<\/em> ein, so ist damit ein Anfang gemacht zur \u00dcberwindung des in unserer Zeit ausufernden Streites der Weltanschauungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist aber auch ein Schritt getan zum Ersetzen des Glaubens an eine irgendwie gewordene Weltanschauung durch ein wahres Wissen von Tatsachen; der erkennende Mensch tritt dadurch im Ansatz wiederum \u2013 nun bewusst \u2013 ein in den Ausgangspunkt der Erkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundsituation ebenso wie die Folgen f\u00fcr ein wahres Erkennen, die sich aus diesem <em>menschlich-realen <\/em>Ausgangspunkt ergeben, sind ja bereits ausf\u00fchrlicher ausgeleuchtet worden; hier mag daher der Hinweis darauf gen\u00fcgen.<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erkenntnis-Aufgabe unserer Zeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolf Steiner spricht von ferner Zukunft, wenn er sagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<em>Das wird eine Zeit sein, in welcher die Menschen in weit h\u00f6herem Grade als heute eine gemeinsame Weisheit haben werden, sozusagen in gemeinsame Weisheit eingetaucht sein werden. Es wird beginnen etwas davon, da\u00df man empfinden wird, da\u00df das Ureigenste des Menschen zu gleicher Zeit das Allgemeing\u00fcltigste ist. Das, was man im heutigen Sinne als individuelles Gut des Menschen auffa\u00dft, ist noch nicht ein individuelles Gut auf einer hohen Stufe. Heute ist mit der Individualit\u00e4t, mit der Pers\u00f6nlichkeit des Menschen noch im hohen Grade verkn\u00fcpft, da\u00df die Menschen sich streiten, da\u00df die Menschen verschiedene Meinungen haben und behaupten: Wenn man nicht verschiedener Meinung sein d\u00fcrfte, w\u00fcrde man ja kein selbst\u00e4ndiger Mensch sein. Gerade weil sie selbst\u00e4ndige Menschen sein wollen, m\u00fcssen sie zu verschiedenen Meinungen kommen. Aber das ist ein untergeordneter Standpunkt der Anschauung. Am friedlichsten und harmonischsten werden die Menschen sein, wenn der einzelne Mensch am individuellsten sein wird. Solange &#8230; gibt es Meinungen, die voneinander verschieden sind. Diese Meinungen sind noch nicht im wahren Innersten des Menschen empfunden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Heute gibt es nur einige Vorl\u00e4ufer f\u00fcr die im wahren Innern empfundenen Dinge. Das sind die mathematischen und geometrischen Wahrheiten. \u00dcber die kann man nicht abstimmen. Wenn eine Million Menschen Ihnen sagen w\u00fcrde, da\u00df 2 x 2 = 5 ist, und Sie sehen es selbst im eigenen Innern ein, da\u00df es 4 ist, so wissen Sie es, und Sie wissen auch, da\u00df die anderen im Irrtum sein m\u00fcssen &#8211; geradeso, wie wenn jemand behauptete, da\u00df die drei Winkel eines Dreiecks nicht zusammen 180 Grad betragen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das ist Manas-Kultur, wenn immer mehr empfunden werden die Quellen der Wahrheit in dem stark gewordenen Individuellen, Pers\u00f6nlichen des Menschen und wenn zu gleicher Zeit das, was empfunden wird als h\u00f6here Wahrheit, auch von Mensch zu Mensch \u00fcbereinstimmt wie die mathematischen Wahrheiten. In diesen stimmen die Menschen heute schon \u00fcberein, weil das die trivialsten Wahrheiten sind. In bezug auf die anderen Wahrheiten streiten sich die Menschen, nicht weil es \u00fcber dieselbe Sache zwei verschiedene richtige Meinungen geben kann, sondern weil die Menschen noch nicht so weit gekommen sind, das alles zu erkennen und niederzuk\u00e4mpfen, was an pers\u00f6nlicher Sympathie oder Antipathie sie trennt. W\u00fcrde bei den einfachen mathematischen Wahrheiten noch die eigene Meinung in Betracht kommen, so w\u00fcrden viele Hausfrauen vielleicht daf\u00fcr stimmen, da\u00df 2 x 2 = 5 ist und nicht 4. F\u00fcr den, der tiefer in die Natur der Dinge hineinsieht, ist es eben unm\u00f6glich, \u00fcber die h\u00f6here Natur der Dinge zu streiten, es gibt nur die M\u00f6glichkeit, sich dazu hinaufzuentwickeln. Dann trifft die Wahrheit, die in der einen Seele gefunden ist, genau zusammen mit der Wahrheit in der anderen Seele; dann streitet man nicht mehr. Und das ist die Gew\u00e4hr des wahren Friedens und der wahren Br\u00fcderlichkeit, weil es nur eine Wahrheit gibt, und diese Wahrheit hat wirklich etwas zu tun mit der geistigen Sonne. Denken Sie einmal, wie die einzelnen Pflanzen ordentlich wachsen; jede Pflanze w\u00e4chst der Sonne zu, und es ist nur eine einzige Sonne.\u201c<a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundlagen daf\u00fcr zu legen, indem wir in der v\u00f6lligen Vereinzelung aufmerksam werden auf den allen Menschen gleichen Quell des sich selbst als lebendige Tatsache erkennenden Denkens im Umgang mit der Welt, das ist die Aufgabe <em>unserer Zeit<\/em>. Sie bereitet vor, was einst in der Zukunft als allen Menschen eigene Wahrheits-Erkenntnis in immer weiteren Kreisen das Leben pr\u00e4gen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wollen wir eine solche Wahrheits-Wissenschaft erreichen, tun wir gut daran, zun\u00e4chst die Wege dazu durch unser t\u00e4tiges Denken zu ergr\u00fcnden. Diese Wege beginnen immer dort, wo wir auf die erste uns als Menschen zug\u00e4ngliche rein geistige Tatsache aufmerksam werden: die Tatsache des individuellen, durch unser Denken von uns selbst gestaltbaren Umgangs mit unserer immer von derjenigen aller anderen Menschen verschiedenen konkreten Welt. Diese Tatsache ist nur duch das Denken selbst fassbar, und darum rein geistig.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Individuelles Selbst-Bewusstsein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein so sich darlebendes individuelles Bewusstsein des Menschen von sich selbst ist keineswegs dem Menschen vom Anbeginn gegeben. Es erfordert die qualvoll erlittene Einsicht in die Unvollkommenheit der jedem Menschen in seiner Vereinzelung gegebenen Mittel. Diese Mittel k\u00f6nnen den Menschen nicht zu einer \u00dcberwindung derjenigen Probleme f\u00fchren, die eben durch die Vereinzelung \u2013 und ihre Nutzung durch kundige Eliten f\u00fcr ihre eigenen Zwecke! \u2013 entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo n\u00e4mlich der Mensch dem leidvollen Erleben seiner eigenen Erkenntnis-Ohnmacht (der <em>Wahrheit<\/em> gegen\u00fcber) zu entfliehen versucht, indem er alte (Glaubens-)Bindungen durch neue, vermeintlich selbst gew\u00e4hlte ersetzt, macht er sich selber zum Spielball derjenigen, die solche Selbst-Aufgabe als Grundlage ihrer selbsts\u00fcchtigen Macht sch\u00e4tzen. Macht lebt auch vom Glauben der (scheinbar) Ohnm\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einsicht, dass auch die \u00e4u\u00dfere Macht sich nur solange ungehindert entfalten kann, wie die einzelnen zun\u00e4chst scheinbar \u201eOhnm\u00e4chtigen\u201c ihr auch innerlich <em>glauben<\/em>, <em>muss<\/em> auf lange Sicht den Bestand der \u00e4u\u00dferen Macht zersetzen. <em>&#8222;<\/em><em>I<\/em><em>st man gen\u00f6tigt, in der \u00e4u\u00dferen Wirksamkeit einen Kompromi\u00df zu schlie\u00dfen, so mu\u00df man sich dessen bewu\u00dft werden und nicht in leichtfertiger Weise dar\u00fcber hinwegreden. Man mu\u00df sich ruhig sagen: Der Gewalt mu\u00df selbstverst\u00e4ndlich gewi<\/em><em>\u00ad<\/em><em>chen werden. Aber man mu\u00df nicht bei sich selber in der Erkenntnis Kompromisse schlie\u00dfen. Man mu\u00df nicht glauben, da\u00df das richtig ist, was man tut unter dem Einflu\u00df der Gewalt.<\/em><em>\u201c<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das individuelle Selbst-Bewusstsein in der Selbst-Erkenntnis zu pflegen als Vollzug der Aufgabe unserer Zeit, gegen\u00fcber allen Widerst\u00e4nden und Hindernissen, die uns die \u00e4u\u00dfere Gewalt immer wieder aufzuzwingen sucht, legt also den Grund f\u00fcr die von Rudolf Steiner angedeutete Zukunfts-Kultur der Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Sprache der Ohnmacht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedingung daf\u00fcr ist und bleibt die Einsicht des einzelnen irdischen Menschen in seine ganz grunds\u00e4tzliche Ohnmacht, <em>im Rahmen seiner pers\u00f6nlichen Welt-Anschauung<\/em> wirkliche Wahrheit zu erkennen. Erst die Not, in die durch diese Tatsache Mensch und Welt ganz allgemein versetzt sind, kann im Einzelnen ein Aufwachen f\u00fcr sich selbst als Gleicher unter Gleichen im Rahmen der Menschheit als ganzer erwirken.<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mangel an <em>Macht <\/em>bei den meisten Menschen, der Wirklichkeit die eigenen W\u00fcnsche aufzuzwingen, steht einer ungeheuren Konzentration der Macht in den H\u00e4nden Weniger gegen\u00fcber, die sie derzeit vor allem dazu nutzen, Welt und Menschen ihren eigenen, pers\u00f6nlichen W\u00fcnschen und Auffassungen zu unterwerfen. Aber \u2013 wie gezeigt \u2013 Macht basiert auch auf Glauben. Und die Abkehr von diesem Glauben weckt die <em>Kraft<\/em> im Menschen, in sich selber die Wahrheit immer energischer anzustreben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Macht Einzelner durch die <em>Macht der Masse <\/em>bek\u00e4mpfen zu wollen, ist ein Unterfangen, das der zwangsweisen Ent-Individualisierung durch die Gewalt gewisser Eliten die freiwillige Unterwerfung der Masse unter einen allgemeinen Primat der unbeschr\u00e4nkten Geltung \u00e4u\u00dferer Macht unterwirft. Provokant ausgedruckt, ist das eine Art Selbst-Aufgabe: \u201eDanke, deinen m\u00e4chtigen Zwang zur Vermassung brauchen wir nicht. Das k\u00f6nnen wir freiwillig besser.\u201c Denn jede Masse, die als Macht auftreten will, muss sich dabei einem f\u00fcr jedes ihrer Glieder gleichen Ziel unterwerfen \u2013 also einer Ideologie zum Beispiel oder dem Glauben daran, das \u201eGute\u201c, das den eigenen Interessen diene, werde sich schon finden, wenn nur erst die andere, die \u201eb\u00f6se\u201c Macht zerst\u00f6rt sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist aber durch die Selbst-Erm\u00e4chtigung des Individuums zur Einsicht in erste universell f\u00fcr alle Menschen geltende Lebens-Tatsachen bereits die Axt gelegt an <em>jede<\/em> Realisierung \u00e4u\u00dferer Macht im herk\u00f6mmlichen Sinne. Auch die jetzt scheinbar \u201eM\u00e4chtigen\u201c sind Menschen, auch f\u00fcr sie gilt die heutzutage prinzipielle <em>Ohnmacht<\/em> des irdischen Individuums. Ihre Macht ist blo\u00df geliehen von denjenigen Einfl\u00fcssen oder Wesen, denen sie dienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese<\/em> Wesen leben in der Regel nicht begrenzt in einem einzelnen Menschen, sondern benutzen nur ihre Anh\u00e4nger, die sich <em>im Geiste<\/em> ihnen anschlie\u00dfen. F\u00fcr sie z\u00e4hlt ein Mensch nur so viel, wie er ihnen n\u00fctzt. Man kann sie als Geistwesen ansehen, die den gl\u00e4ubigen Menschen steuern.<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a> Sie verlieren ihre Macht dort, wo der Mensch aufh\u00f6rt zu glauben, und sich den Tatsachen des Lebens in Wahrheit zuwendet. Sie wirken ungehindert nur dort, wo sie unerkannt bleiben. Verf\u00fchrer und L\u00fcgner k\u00f6nnen nur im Verborgenen ihre Ziele erreichen. Werden sie <em>erkannt<\/em>, m\u00fcssen sie ihren Einfluss verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einsicht in die weitreichende, grunds\u00e4tzliche <em>Ohnmacht<\/em> jedes Einzelnen \u2013 auch des Anderen, scheinbar \u201eM\u00e4chtigen\u201c \u2013 erm\u00f6glicht den Blick auf den Keim der Wahrheit in jedem Menschen, auch des Verf\u00fchrtesten. Verstehen wir also diese Sprache der Ohnmacht recht: <em>jede<\/em> Machtaus\u00fcbung \u2013 einzeln, in der Gruppe, in der entindividualisierten Masse \u2013 verletzt die Freiheit des sich entfaltenden Individuums, bei mir oder beim Anderen, das ist aufs Ganze gesehen einerlei (wenn auch f\u00fcr den Einzelnen manchmal unertr\u00e4glich). Soll aber Freiheit in die Zukunft hinein erst allumfassend werden (wohlgemerkt: <em>Freiheit<\/em>, nicht egoistische Unabh\u00e4ngigkeit von allen Einschr\u00e4nkungen beim Erf\u00fcllen irdischer W\u00fcnsche), muss sie gewollt und gepflegt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Neue Einsicht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einsicht(sm\u00f6glichkeit) in diese Ohnmacht ist neu, und sie folgt auf das vollst\u00e4ndige Ohnm\u00e4chtig-Werden aller Naturerkenntnis durch das heute fast unumschr\u00e4nkt herrschende materialistische Dogma des: \u201eNur die materielle Au\u00dfenwelt ist wirklich. Leider haben wir dar\u00fcber kein Wissen, nur Theorien.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass solche Art von Wissenschaft mehr Probleme hervorruft als sie l\u00f6st \u2013 insbesondere kann sie die selbstgeschaffenen Probleme nicht l\u00f6sen (sic!) \u2013 ist sp\u00e4testens seit dem Aufkommen der Atomkraft offensichtlich. In unserer Zeit treibt besonders der Versuch, das Denken g\u00e4nzlich der \u00e4u\u00dferen Welt zu \u00fcbereignen durch die Auslagerung aller wesentlichen gesellschaftlichen Entscheidungen auf Computermodelle vielf\u00e4ltig giftige Bl\u00fcten. Es bleibt aber der monumentale Satz von Lewis Mumford in seinem umfangreichen Werk \u201eMythos der Maschine\u201c unumschr\u00e4nkt g\u00fcltig: <em>\u201eKein mechanisches System <\/em>(also auch kein Computer als System der Mechanisierung des Denkens, Anm. EH) <em>kennt die Bedeutung von Bedeutung\u201c<a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unsere Zeit \u00fcbersetzt ist damit auf die Tatsache verwiesen, dass die allen <em>Menschen<\/em> gleiche Grundsituation der Vereinzelung und Erkenntnisohnmacht \u2013 die ja die allen Menschen gleiche <em>Grundwahrheit<\/em> ist \u2013 selbstverst\u00e4ndlich von keinem Computer bemerkt werden kann. Wo sich aber der Mensch nicht zur Selbst-Erkenntnis aufschwingt, erm\u00e4chtigt er das Welt-Maschinenwesen zum Herrscher \u00fcber die Menschen, der dann aber bar jeder moralischen Einsicht ausschlie\u00dflich nach den Gesetzen der au\u00dfermenschlichen Welt \u2013 eben maschinell \u2013 regiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist der Grund daf\u00fcr, dass wir Menschen uns vom blo\u00dfen Erleiden der Ohnmacht zur Selbst-Erkenntnis aufschwingen k\u00f6nnen, mit allen Folgen f\u00fcr das Welterkennen, wie sie bereits in vorangehenden Artikeln beschrieben wurden?<a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> Diese Selbst-Erkenntnis gibt uns den Schl\u00fcssel zur Freiheit, zur Selbst-Befreiung von den Zw\u00e4ngen alt\u00fcberkommener, geglaubter Weltanschauungsinhalte, Glaubenss\u00e4tze und Ideologien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst dadurch kann der Mensch lernen, sich auf sich selbst zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einsicht in die Bedeutung des Denkens als geistige Tatsache, die sich ihrer selbst im Menschen bewusst wird, ist von Rudolf Steiner am Ende des 19. Jahrhunderts in Gedankenform f\u00fcrmuliert worden (vgl. seine B\u00fccher \u201eGrundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung\u201c, Wahrheit und Wissenschaft\u201c und \u201eDie Philosophie der Freiheit\u201c) und Anfang des 20. Jahrhunderts durch die weitreichende Ver\u00f6ffentlichung ehemals geheimgehaltener geistiger Tatsachen der \u00e4u\u00dferen Entwicklung der Menschheit einverleibt worden. Seitdem k\u00f6nnen wir davon wissen, damit umgehen und uns daran selber weiterentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass wir erst dadurch als heutige Menschen wieder in die Lage kommen, uns selbst, den heutigen Menschen und seine Situation \u00fcberhaupt \u2013 einschlie\u00dflich aller Irrt\u00fcmer und Zerst\u00f6rungen \u2013 als notwendiges Glied einer sinnvollen Entwicklung zu erkennen, ist ja in den bisherigen Darstellungen vielfach aufgewiesen worden.<a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a> Was also ist dann das Auftreten Rudolf Steiners im Rahmen dieses Entwicklungsprozesses?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anthroposophische Bewegung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anthroposophische Geisteswissenschaft als menschheitsgeschichtliche Tatsache trat zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins \u00f6ffentliche Bewusstsein Mitteleuropas (und der Welt). Die in Gedankenform gefasste Grundlegung aus dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts (vgl. vorigen Abschnitt) war zuvor nahezu unbemerkt und unverstanden einfach unber\u00fccksichtigt geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst mit dem Ankn\u00fcpfen an alt\u00fcberkommene esoterische \u00dcberlieferungen gewann Aufmerksamkeit, was Rudolf Steiner zu sagen hatte. Wenn man das \u00e4u\u00dfere Wachstum der anthroposophischen Bewegung ins Auge fasst, kann es scheinen, als ob dabei das Erlangen von Anerkennung durch die hergebrachten Gesellschaftsformationen von Vielen als wichtigstes Zeichen eines Gelingens dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung angesehen wurde. Die Denkweise der Macht, die \u00e4u\u00dfere Anerkennung als Grundlage braucht (da sie keine Wahrheit in sich tr\u00e4gt), wurde offenbar auch auf die Anthroposophie angewendet \u2013 man wollte mitspielen im Kampf um die Lenkung der Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolf Steiner hat diese Haltung vielfach und jederzeit wieder auf das Sch\u00e4rfste abgelehnt und jede Bestrebung, durch die anthroposophische Geisteswissenschaft sich zahm in den Kanon hergebrachter Theorien \u00fcber Welt und Mensch einreihen sollte, unmi\u00dfverst\u00e4ndlich als zerst\u00f6rerisch und der Anthroposophie entgegengesetzt gekennzeichnet.<a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a> Das liegt ja auch auf der Hand, ist doch jeder Gedanke an \u00e4u\u00dfere Machtaus\u00fcbung der unbedingten Wahrheitsverpflichtung der Geisteswissenschaft abtr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolf Steiner wollte <em>nur durch die Wahrheit<\/em> wirken, die Wahrheit im Sinne des Ma\u00dfstabes, in dem sich das Denken in der Selbstbeobachtung selbst erschafft, oder \u2013 anders ausgedr\u00fcckt \u2013 im Sinne des Ma\u00dfstabes, der sich aus der Betrachtung der Evolution von Mensch und Welt als Selbsterschaffungsprozess des g\u00f6ttlichen Urgrundes in der Selbsterkenntnis ergibt.<a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser eigentliche Kern der Anthroposophie ist unabh\u00e4ngig von \u00e4u\u00dferen Machtfaktoren, zielt er doch eigentlich darauf, die diese \u00e4u\u00dfere Macht steuernden geistigen Wesenheiten kennenzulernen und in ihrem Chor selbstbewusst mitzuwirken. Dieser Kern ist vielfach verraten worden, zu Rudolf Steiners Lebenszeit ebenso wie danach, bis heute. Er ist dennoch unzerst\u00f6rbar, als eine Tatsache der Menschenentwicklung, die ein f\u00fcr alle Mal Bestandteil der Menschheit geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal bekommt man den Eindruck, als ob gerade in Zeiten, in denen der Druck von Au\u00dfen immer st\u00e4rker wird, gleichzeitig \u2013 oft im Verborgenen und nur bei wenigen Menschen \u2013 die Besinnung auf das Wesentliche immer umfassender wird, ganz im Sinne der oben skizzierten \u201eSprache der Ohnmacht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wozu Geisteswissenschaft?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn nun die anthroposophische Geisteswissenschaft nicht einfach eine Bewegung wie viele andere ist (auch und schon gar nicht die endg\u00fcltige, alles kl\u00e4rende ultimative Wahrheitslehre!) \u2013 was ist sie dann? Welche Bedeutung hat diese Geisteswissenschaft im Rahmen des Ganzen von Mensch und Welt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies zu kl\u00e4ren, hat \u2013 wie Rudolf Steiner selber immer wieder und h\u00e4ufig genug betonte \u2013 allein diese Geisteswissenschaft selbst die M\u00f6glichkeit in unserer Zeit. Nur sie selber entspringt dem universellen Wahrheitskriterium, das ins Bewusstsein zu bringen sie immer wieder zu ihrem Ziel gemacht hat.<a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a> Das entspricht der Einsicht, dass eben nur das Denken selbst die M\u00f6glichkeit hat, seine eigene Bedeutung zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn also die Denk<em>wege <\/em>des sich selbst erkennenden denkenden Menschen sich in den Entwicklungswegen der Menschheit wiederfinden k\u00f6nnen, so erkennen sie sich selber dadurch als <em>wahr<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeichnen wir diese Entwicklungswege noch einmal nach:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem schaffenden \u2013 grundlos schaffenden, d.i. liebenden \u2013 G\u00f6ttlich-Geistigen entsteht die geistdurchgl\u00fchte Welt, in ihr der Mensch als dasjenige Wesen, das dem Gotte zum Bilde werden soll, und darum dessen liebende Sch\u00f6pferkraft als M\u00f6glichkeit in sich schlie\u00dft. Das Menschenwesen entwickelt seine Kr\u00e4fte zun\u00e4chst unter der Leitung der g\u00f6ttlichen Weisheit. Soll es aber eigensch\u00f6pferisch werden, also <em>lieben lernen<\/em>, so muss es frei werden und daf\u00fcr zun\u00e4chst <em>alle vorgefasste Weisheit verlieren;<\/em> sie w\u00fcrde \u2013 bliebe sie dem Menschen erhalten \u2013 die Voraussetzung wirklicher Liebe, n\u00e4mlich seine Freiheit schm\u00e4lern. Der irdische Mensch hat heute alle \u00fcberkommene Weisheit verloren; aus der Sehnsucht nach dem Verlorenen heraus kann er zun\u00e4chst nur spekulieren und experimentieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit nun nicht die \u00e4u\u00dfere Erdenwelt g\u00e4nzlich verloren gehe \u2013 sie ist ja n\u00f6tig, damit der Mensch in seiner Ohnmacht darin sich selber finden kann \u2013 tritt das zentrale g\u00f6ttliche Wesen ins irdische Dasein und erleidet den irdischen Tod. Wie der Mensch, wenn er durch den Tod geht, eins wird mit demjenigen, was er im Leben als sein \u201eAu\u00dfen\u201d ansah, mit den Urgr\u00fcnden der irdischen Welt also, eint sich im irdischen Gottestod das g\u00f6ttliche Wesen mit dem Wesen der Erde, dem irdischen Sein, demjenigen also, was \u2013 vom g\u00f6ttlichen Gesichtspunkt aus \u2013 das \u201eAu\u00dfen\u201c ist. Seit diesem Zeitpunkt des Mysteriums von Golgatha ist das G\u00f6ttliche als Christusprinzip im Irdischen auffindbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch, der die g\u00f6ttliche Weisheit verloren hat, sich also in einer gott- und geistlosen Welt erlebt, kann dieses Christus-Ereignis aber nur <em>verstehen<\/em>, wenn er Wege findet, sich die g\u00f6ttliche Weisheit <em>aus sich selbst<\/em> wiederum zu erringen. Das ist Intention der Anthroposophie, der \u201eWeisheit vom Menschen\u201c, derjenigen Weisheit also, <em>die vom Menschen ausgeht<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Menschheits-Ereignis verstehen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Indem nun das g\u00f6ttliche Wesen sich mit dem irdischen Sein verbunden hat \u2013 wo ist es dann dort zu finden? Ganz sicher nicht in der gott- und geistlosen Erscheinungswelt, die den einzelnen individuellen Menschen heutzutage als seine \u201eWelt-Anschauung\u201c umgibt. Das allumfassende g\u00f6ttliche Wesen kann nur dort erscheinen, wo ein Allumfassendes, Universelles waltet: im individuellen, ohnm\u00e4chtigen Menschen also, der <em>sich selbst erkennt<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist durch die Zeit in vielf\u00e4ltigster Weise von den Menschen angestrebt worden seit dem Eintreten des Mysteriums von Golgatha: sich selbst erkennen, den Christus in sich finden. Dieses Streben ist aber seit langer Zeit, bis heute, gepr\u00e4gt von alten, \u00fcberkommenen Verhaltensweisen des Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die enthusiasmierten, von Resten alter Weisheit noch nicht g\u00e4nzlich freien Urchristen, die Askese mittelalterlicher M\u00f6nche ebenso wie die mystische Versenkung einzelner Weiser waren eines <em>nicht<\/em>: getragen von einem g\u00e4nzlich selbst errungenen <em>Urverst\u00e4ndnis<\/em> des Zentralereignisses der Menschheitsentwicklung, des Mysteriums von Golgatha. All diese Menschen hatten auf andere Weise \u2013 aus empfundener Nachfolge Christi, aus durch Kultus und Versenkung vermittelter innerer Schau oder auch durch den Glauben an die G\u00fcltigkeit der Lehren, die die Priester verbreiteten zur Rechtfertigung ihres eigenen Daseins als Elemente der \u201eKirche Gottes\u201c \u2013 ein Verh\u00e4ltnis zu dem gefunden, was f\u00fcr sie \u201eder Christus\u201c war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wirkliches <em>Verst\u00e4ndnis<\/em> f\u00fcr das Christus-Ereignis kann erst derjenige gewinnen, dem alle Reste alter Traditionen nichts mehr bedeuten, \u00fcber den all diese Einfl\u00fcsse keine Macht mehr haben, und der daher nur noch aus sich selbst heraus Leben in die geist- und gottlosen Vorg\u00e4nge der Welt bringen kann. Das ist der Mensch unserer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rudolf Steiners Leben<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in einem einzelnen Menschen konzentriert erscheint im Leben Rudolf Steiners, was den Menschen fehlt, um sich zur Selbstbeobachtung im Denken aufzuschwingen. In alle Lebensgebiete hinein wirkte das, was durch Rudolf Steiners irdisches Wirken den Weg fand in das Leben der Menschen. In schier unglaublicher Weise wirkte die Person Rudolf Steiner inspirierend und weckend auf diejenigen, die zeitweise oder auch l\u00e4nger in seinem Lebensumfeld sein konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese direkte Art des Wirkens, im irdischen Dasein, wurde darum auch von selbst den n\u00e4chsten Freunden und Mitarbeitern Steiners als das Eigentliche der Anthroposophie gesehen, als dasjenige, worauf es ankam. Im direkten Mitleben des irdischen Wirkens schwand vielleicht bei Manchem der Gedanke an die Frage, welches Verh\u00e4ltnis dieses irdische Wirken zum geistig fassbaren Entwicklungsgang der Menschheit haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Rudolf Steiner immer wieder beteuerte, nur durch die anthroposophische Geisteswissenschaft, niemals durch irgendein \u201eGlauben\u201c k\u00f6nne wirklich verstanden werden, wovon er spreche, und insbesondere dasjenige, was er als das Mysterium von Golgatha benannte, sei nur durch diese Geisteswissenschaft zu verstehen, dann folgten seine Zuh\u00f6rer seinen Gedankeng\u00e4ngen und \u2013 glaubten ihnen. Wie sollte es angesichts einer solchen Pers\u00f6nlichkeit wie Rudolf Steiner auch anders sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft genug wies Rudolf Steiner darauf hin, dass selbst\u00e4ndige anthroposophische Forschungen n\u00f6tig seien, und stellte alles, was auf diesem Gebiet, meist durch einige wenige Menschen seiner n\u00e4chsten Umgebung geschah, als Vorbild vor seine Zuh\u00f6rer hin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine ungeheure F\u00fclle von Anregungen ging von ihm aus, die zu verarbeiten seine Umgebung bis weit \u00fcber ihre M\u00f6glichkeiten forderte. Wer kann es den Menschen verdenken, dass sie nicht wirklich daran dachten, was geschehen solle, wenn dieser schier unersch\u00f6pfliche Quell versiegt?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der \u00dcbergang<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies Vers\u00e4umnis zeigte seine Folgen unmittelbar nach dem Tode Rudolf Steiners. Was er durch sein unerm\u00fcdliches Wirken zusammengehalten hatte, zerbrach schnell, wenn es auch einige Zeit brauchte, bis dies Zerbrechen ins Bewusstsein der Beteiligten trat. Und ebenso schnell, wie die Streitigkeiten zwischen vorher einm\u00fctig zusammenarbeitenden Menschen eskalierten, wurde aus der anthroposophischen Bewegung etwas, was Rudolf Steiner niemals wollte: eine Institution, in der die Leitenden glaubten \u2013 jeder f\u00fcr sich, oftmals untereinander streitende Fraktionen bildend \u2013 f\u00fcr die Gesamtheit entscheiden zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in der Vergangenheit in der katholischen Kirche entstand in der geisteswissenschaftlichen Bewegung schnell eine Art \u201eKastensystem\u201c aus \u201eeinfachen\u201c und \u201ebesseren\u201c Anthroposophen, die nur durch eines zusammengehalten wurden: den gemeinsamen Glauben an die Mission der Anthroposophie innerhalb der Menschheitsentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aber war <em>eigentlich<\/em> geschehen? Derjenige Mensch, der das grundlegende Erkenntnisproblem seiner Zeit einer L\u00f6sung zuf\u00fchrte in seinen fr\u00fchen Werken (vgl. oben, Abschnitt \u201eNeue Einsicht\u201c) und niemals aufh\u00f6rte zu beteuern, dass alles, was er sp\u00e4ter gesagt oder geschrieben hatte, von dem dort, ganz zu Anfang formulierten Gesichtspunkt zu erschlie\u00dfen sei; derjenige Mensch, der jahrhunderte-, ja jahrtausendelang geheim gehaltenes Mysterienwissen r\u00fcckhaltlos ver\u00f6ffentlichte, weil jede Geheimhaltung die nunmehr notwendige Freiheit des Menschen beeintr\u00e4chtigt \u2013 dieser Mensch war aus dem irdischen Dasein in diejenige Welt \u00fcbergegangen, die er selber als seine geistige \u201eAu\u00dfenwelt\u201c beschrieben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was er als Keime f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis des Mysteriums von Golgatha auss\u00e4te in seinen Schriften und Vortr\u00e4gen, war nun auf dem Wege, Gemeingut der Menschheit zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass es in der Folge immer wieder Menschen gab, die die Aussaat-T\u00e4tigkeit Rudolf Steiners meinten nachmachen zu m\u00fcssen, zeigt nur, wie wenig verstanden wurde, was er tat.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Liebe und Freiheit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwas Neues war dem Menschheitsbewusstsein \u00fcbergeben worden: die M\u00f6glichkeit, nicht nur \u00e4u\u00dferlich von dem Mysterium von Golgatha <em>zu wissen<\/em>, sondern es in allen Einzelheiten aus eigener Kraft <em>zu verstehen<\/em>. Allerdings war diese M\u00f6glichkeit eine solche, die allen \u00fcberkommenen Denkgewohnheiten der Menschen widersprach. <em>Verstehen<\/em> kann bei einem solchen Ereignis n\u00e4mlich nicht bedeuten, alle Einzelheiten <em>zu wissen<\/em>, als Erkenntnisinhalte aufzuspeichern und ansonsten dabei der gleiche Mensch zu bleiben wie vorher. Verstehen erfordert hier ein inneres Mitgehen mit dem Gang der Menschheitsgeschichte, damit verbunden dem \u00fcbenden Nachvollziehen der daf\u00fcr erforderlichen Denkbewegungen aus derjenigen Kraft heraus, die erst aus der vollst\u00e4ndigen Geistverlassenheit der Mensch sich selber erringen kann.<a href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein lebendiger irdischer Mensch, dem wir folgen k\u00f6nnen, wird immer diejenigen mitrei\u00dfen, die dies wollen; er kann sich selber noch so viel dagegen wehren. Rudolf Steiner hat dies leidvoll erfahren m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wirklich selbsterrungenes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das, was Rudolf Steiner als das unserer Zeit so N\u00f6tige bezeichnete, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Mysterium von Golgatha also, es konnte erst verbreitet auftreten, als die irdische Person, die dieses Verst\u00e4ndnis zu wecken angetreten war, nicht mehr auf dem physischen Plan wirken konnte. Erst dann war f\u00fcr jeden, der dies wollte, wirklich vollst\u00e4ndige Freiheit gegeben \u2013 sie hat ja als Voraussetzung die ohnm\u00e4chtige Vereinzelung in der geistverlassenen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vortragende Rudolf Steiner, der urspr\u00fcnglich nicht wollte, dass das gesprochene Wort festgehalten w\u00fcrde, musste es der Unvollkommenheit seiner Zuh\u00f6rer zugeben, dass die Mitschriften doch geschahen und dann auch ver\u00f6ffentlicht wurden. Diese Vortr\u00e4ge waren ja immer an ein bestimmtes Auditorium, niemals an die allgemeine \u00d6ffentlichkeit gerichtet. Was von Anfang an f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit bestimmt war \u2013 die Schriften Rudolf Steiners also \u2013 sie sind nun dasjenige, durch das wir mit seinem Wirken in unmittelbare Ber\u00fchrung kommen k\u00f6nnen. Sie sind aber zugleich derjenige Teil seines Wirkens, der am meisten Nichtbeachtung und Ablehnung gefunden hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man erlebt die Texte als zu \u201eschwer\u201c, zu \u201eunverst\u00e4ndlich\u201c, zu \u201ekompakt\u201c, manchmal auch \u201ezu schw\u00fclstig und unn\u00f6tig kompliziert\u201c \u2013 nun, das sollten sie wohl sein, denn sie sind aus demjenigen Geist heraus geschrieben, der f\u00fcr jeden Menschen, die \u201e\u00d6ffentlichkeit\u201c also, zu einem Er\u00fcben des geistigen Grundereignisses des Menschen f\u00fchren sollten: der liebenden Zuwendung zum Menschen in seiner Entwicklung. Bereits in der Vorbemerkung wurde ja auf den besonderen Charakter solcher Texte hingewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe setzt Freiheit voraus; ist sie durch irgendetwas vorbestimmt, so wird sie zum \u201eHaben-Wollen\u201c oder \u201eEtwas-erreichen-wollen\u201c. Liebe zum sich entwickelnden Menschen \u2013 im einzelnen, individuellen Menschen ebenso wie in der Menschheitsentwickelung als Ganzer \u2013 will nur diesen Menschen f\u00f6rdern, so, wie er sich selber entwickelt. <em>Diese<\/em> Liebe kann ebenso ausgehen von jedem Einzelnen wie vom Menschheitsgott, dem menschgewordenen Gott im Christus, <em>durch <\/em>jeden Einzelnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Christus im \u00c4therischen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Rudolf Steiner vom Erscheinen des Christus im \u00c4therischen spricht, so spricht er davon, dass dasjenige g\u00f6ttliche Wesen, das einst durch den Gang durch den Menschentod sich mit der Erde vereinigte, nunmehr im <em>Lebendigen<\/em> erscheint, in den Lebensprozessen, die im Menschen durch innere Bem\u00fchung in inneren Bewegungsbildern aufsteigen k\u00f6nnen. Die Bedingung daf\u00fcr ist das Aufschwingen zur Selbstbeobachtung im Denken in der Weise, wie es hier und in vorangegangenen Darstellungen umschrieben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erscheinung des Christus im \u00c4therischen ist also identisch mit dem denkenden Verstehen-Lernen gegen\u00fcber dem Mysterium von Golgatha. Wird uns beim Denken \u00fcber die Menschheitsentwicklung, und darin \u00fcber das Mysterium von Golgatha, die Zeit zum Raum, lernen wir, dies in uns selbst als Bewegungsbild der eigenen Entwicklung denkend zu durchlaufen, so erleben wir den Gang des Christus durch den Tod als den <em>verstehenden<\/em> Gang des in der Zeit lebenden sich entwickelnden Denkens durch den selbstgewollten Tod unseres gewordenen Weltwissens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolf Steiner sprach immer wieder davon, dass in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts die Erscheinung des Christus in der \u00e4therischen Welt anheben sollte. Er meinte damit sicherlich keine vision\u00e4ren Gestalt-Erscheinungen, Licht-Offenbarungen oder dergleichen. Er wird wohl von der Erscheinung der geistigen Wirklichkeit des Christus, die im Entwicklungsgang des sich selbst beobachtenden Denkens besteht, gesprochen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rudolf Steiner kann insofern als eine Art \u201eGesandter\u201c, \u201eVorbereiter\u201c, \u201eVerk\u00fcndiger\u201c oder auch \u201eAusl\u00f6ser\u201c dieses Christus-Ereignisses des 20. Jahrhunderts angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er starb in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, am 30. M\u00e4rz 1925. Seitdem wirkt er in der geistigen Welt, in derjenigen Welt, in der wir alle als Geistwesen leben. Durch ihn sind wir in der Lage, uns zu demjenigen inneren Erleben aufzuschwingen, in dem die Erscheinung des Christus im \u00c4therischen ins sich selbst verstehende Bewusstsein treten kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a9 Stefan Carl em Huisken 2021<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a>   Vgl. z.B. \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/10\/den-anderen-nach-denken-hilft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Den Anderen nach-denken hilft<\/a>\u201c, vor allem aber \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/12\/vom-sterben-in-den-geist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vom Sterben in den Geist<\/a>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a>   Rudolf Steiner: Das Johannes-Evangelium. GA 103. \u2013 Dornach, 1995. S. 174f. Der darin enthaltene Ausdruck \u201eManas-Kultur\u201c deutet auf eine zuk\u00fcnftige menschheitliche Entwicklungsepoche hin, in der das alle Menschen einigende Geistige pr\u00e4gend werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a>   Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und p\u00e4dagogischer Fragen, GA 192.<em> \u2013 <\/em>Dornach 1964, S. 354<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a>   Im Zusammenhang mit der proletarischen Bewegung seiner Zeit wies Rudolf Steiner immer wieder darauf hin, dass das Berechtigte dieser Bewegung gerade darin zu finden ist, dass der Proletarier im Vergleich zu anderen, Besitzenden oder sozial Protegierten eben ein Mensch ist, der im irdischen Leben <em>nichts als sich selbst<\/em> hat, um damit sein Leben zu fristen, und daher gezwungen ist, sich ganz auf sich selbst zu stellen. Vgl. z.B. Rudolf Steiner: Neugestaltung des sozialen Organismus. GA 330. \u2013 Dornach, 1983, in fast jedem in dem Buch enthaltenen Vortrag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a>   vgl. z.B. meinen Artikel \u201eD\u00e4monisierte Zone Corona\u201c unter <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/daemonisierte-zone\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/emhuisken.de\/daemonisierte-zone\/<\/a>. Der Text kann dort als .pdf-Datei heruntergeladen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a>   Lewis Mumford: Mythos der Maschine. Frankfurt, 1978, S. 108<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote7anc\">7<\/a>   vgl. diverse Artikel auf meiner Website, u.a. \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/10\/den-anderen-nach-denken-hilft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Den Anderen nach-denken hilft<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/10\/der-spiegel-des-individuellen-den-anderen-nach-denken-ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Spiegel des Individuellen \u2013 Den Anderen nach-denken II<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/11\/aufwachen-fuer-das-kommende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aufwachen f\u00fcr das Kommende<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2020\/12\/vom-sterben-in-den-geist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vom Sterben in den Geist<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2021\/01\/der-individuelle-mensch-als-ausdruck-und-bedingung-einer-geistigen-welt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der individuelle Mensch als Ausdruck und Bedingung einer geistigen Welt<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2021\/02\/vom-einswerden-mit-der-geistigen-welt-im-denken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vom Einswerden mit der geistigen Welt<\/a>\u201c. Eine \u00dcbersicht \u00fcber alle Artikel mit geisteswissenschaftlichen Inhalten findet sich hier: <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/uebersicht-beitraege-geisteswissenschaft\/\">https:\/\/emhuisken.de\/uebersicht-beitraege-geisteswissenschaft\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote8anc\">8<\/a>   vgl. Anmerkungen 5 und 7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote9anc\">9<\/a>   Es gibt dazu derartig viele Aussagen Rudolf Steiners in seinen Vortr\u00e4gen, als dass ein einzelnes Aufz\u00e4hlen an dieser Stelle \u00fcberhaupt sinnvoll scheinen k\u00f6nnte. Vgl. vor allem die Vortr\u00e4ge aus dem Jahr 1923.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote10anc\">10<\/a>   Vgl. <a href=\"https:\/\/emhuisken.de\/wordpress\/2021\/01\/der-individuelle-mensch-als-ausdruck-und-bedingung-einer-geistigen-welt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der individuelle Mensch als Ausdruck und Bedingung einer geistigen Welt<\/a>, auch in: Die Lahnung, Mitteilungen f\u00fcr individuelle Entwicklung und Lebenskunde, Nr. 4, 2021, S. 12 ff<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote11anc\">11<\/a>   Vgl. Anmerkung 10<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote12anc\">12<\/a>   Vgl. Anmerkung 10<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Menschheits-Aufgaben ergeben sich aus zeitgem\u00e4\u00dfer anthroposophischer Erkenntnis im Zusammenhang mit der Erscheinung des Christus im \u00c4therischen? <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[267],"tags":[221,355,356,180,358,222,357,316,342],"class_list":["post-2589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geisteswissenschaft","tag-anthroposophie","tag-christus","tag-erkenntnis","tag-freiheit","tag-liebe","tag-rudolf-steiner","tag-selbsterkenntnis","tag-texte","tag-wissenschaft-vom-denken"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Erscheinen des Christus im \u00c4therischen und menschliche Erkenntnis<\/title>\n<meta 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