Em Huisken’s jank frison – Frisian Celtic Folk

Frisian Celtic Folk

Musik war im alten Friesland wohl vor allem eins: magisch. Schrieb man darum nichts davon auf? Der Barditus – der Schildgesang – klang für den Feind erschreckend, die Sänger aber konnten aus dem Klang den Ausgang der Schlacht (und vielleicht noch manches andere) vorhersagen und sich daran stärken.

Eine Magie, die sich in den Gesängen der Barden und Skalden fortsetzte, oft begleitet durch ausgelassene Tänze der Zuhörer, die so alles was sie hörten bis in den Leib hinein mit sich verbanden und dadurch auch etwas von der Stärkung ab bekamen.

Ein Nachklang oder besser: eine neue Form dieser Magie findet sich in den Gesängen und Tanzrhythmen der Bretagne und verwandter keltischer Gebiete. Die Instrumente sind durchsetzungsfähig, ihre Namen klingen schaurig: die Bombarde, in der Bretagne (scherzhaft) als „Massenvernichtungswaffe“ deklariert, und die Highland Bagpipes aus Schottland, 1746 anläßlich eines Gerichtsverfahrens ausdrücklich als Kriegswaffe bezeichnet.

Aber so schlimm sind sie eben nur für ihre Feinde. Wer wirklich hinhört und mittanzt, den stärken sie. Wie bei „jank frison“, dem Bandprojekt des Musikers Em Huisken. „jank frison“: das ist die friesische Sehnsucht und die friesische Leidenschaft der Musik. Bretonisch-keltisch inspirierte Musik, mit Texten im friesischen Sagenton – zumeist ostfriesisch-niederdeutsch, versteht sich – und gespielt von Benjamin Meier (Schlagzeug, Percussion), Heike Büsing (Highland Bagpipes, Small Pipes, Krummhorn) und Em Huisken (Gesang, Gitarre, Akkordeon, Bombarde). Vielfach tanzbar und berührend. Eine unerhörte Fusion.

 

 

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